Eder Baum 0 Geschrieben 27. Dezember 2020 Geschrieben 27. Dezember 2020 (bearbeitet) Hallo und vielen Dank im Voraus für eure Hilfe. Ich habe hier Fotos vom Umbau unserer Wohnung gefunden und es scheint mir, als wenn im Schacht und in der Decke (erstes Foto - dunkelgraue Fasern) Vor allem im Schacht (2tes Bild) sieht das doch verdächtig nach Asbest aus, oder? Kennt sich hier jemand besser damit aus und kann mir helfen? https://imgur.com/a/IYn9iXT bearbeitet 27. Dezember 2020 von Eder Baum Fotos hinzugefügt Zitieren
Aka 1.798 Geschrieben 27. Dezember 2020 Geschrieben 27. Dezember 2020 (bearbeitet) Der Schacht sieht mir aus, wie ein alter ehemaliger Kamin... mit Mörtel verschlämmt, darauf ne Rußschicht und über die Jahre mit Staub, Spinnweben & Dreck überdeckt. Und an der Decke, das sieht für mich wie die Reste von sog. Heraklithplatten aus, die da als Putzträger an den Dachstuhl genagelt waren... Holzfasern / Holzwolle mit Zementpampe / Zementschlämme gemischt, in Form gepresst und aushärten gelassen... ergo mit Zement (oder lt. Wikipedia auch Magnesit) gebundene Holzwolle. Asbest war da, in Herklithplatten zumindest auch lt. dem Wikipedia Artikel nie drin... bearbeitet 27. Dezember 2020 von Aka Zitieren
Schachtmeister 841 Geschrieben 27. Dezember 2020 Geschrieben 27. Dezember 2020 (bearbeitet) Bild 1 sind sogenannte Sauerkrautplatte oder Heraklit. Die groben Fasern sind kein Asbest. Asbestfasern sind nur per Mikroskop ersichtlich. Der Zementputz könnte, falls eine Wärmedämmung oder Brandschutz erforderlich war, Asbest enthalten. Je nach Baujahr des Hauses, was zur Bestimmung nicht unerheblich ist, könnte in Bild 3 in der Rohrisolation Asbest verbaut worden sein. Wie schon in den unendlich vielen anderen vorrangegangenen Themen über Asbest gilt auch hier, Proben untersuchen lassen. Bei alten Häusern gilt einen Schadstoffspezialist hinzuziehen, da nicht nur das von der Presse breitgetretene Asbest sondern auch PCB usw verbaut wurde. Nur ein Spezialist weiss wo und was verbaut wurde. Das fängt bei den Fenstern an, geht über Boden und Deckenverkleidungen bis hin zu irgendwelchen Isolationen. Wichtig ist das Baujahr und die Renovationsjahre zu kennen. Als Laie findet man so gut wie nichts, kann maximal einen kleinen Teil erahnen und ohne Labor findet man es eh nicht heraus. bearbeitet 27. Dezember 2020 von Schachtmeister Zitieren
Eder Baum 0 Geschrieben 27. Dezember 2020 Autor Geschrieben 27. Dezember 2020 (bearbeitet) Danke für die Antworten. Das Baujahr des Hauses ist mit 1957 angegeben. Hilft das zur besseren Einschätzung weiter? Ich werde mich auch noch mal an den Vermieter wenden bearbeitet 27. Dezember 2020 von Eder Baum Zitieren
Aka 1.798 Geschrieben 27. Dezember 2020 Geschrieben 27. Dezember 2020 (bearbeitet) So lange Asbest / asbesthaltige Materialien nicht mit schnelllaufenden Maschinen gebohrt, geschnitten oder sonst irgendwie gebrochen werden und damit die Fasern nicht freigesetzt werden und die Fasern damit fest gebunden sind besteht keine Gefahr. Wenn man sich so umsieht... nicht wenige Dächer sind mit asbesthaltigen Platten / Wellplatten eingedeckt.. so lange das Zeug liegt & in Ruhe gelassen wird, werden keine Fasern freigesetzt. Aufpassen muß man, wenn die Platten z.B. durch Witterungseinflüsse auffasern... mir sind z.B. in der eigenen Nachbarschaft (kritische) Wellplatten bekannt, die man vor Jahrzehnten als Füllmaterial in ein dortiges Gländer geschraubt hat. Jedoch haben die Eigentümer die Platten regelmäßig über Jahrzehnte alle paar Jahre mit einer Farbschicht überstrichen... die mehrere Millimeter dicke Farbschicht ist eigentlich das Beste was passieren konnte um die Fasern zu binden und eine Freisetzung zu verhindern. Zum Glück sind die Fasern bei vielen damaligen Anwendungen fest gebunden, richtig kritisch wirds bei nur leicht gebundenen oder nicht gebundenem Asbest... z.B. Spritzasbest, aufgespritzte Feuerschutzbeschichtungen, usw. bearbeitet 27. Dezember 2020 von Aka Zitieren
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