Grabmanager 0 Geschrieben 20. Januar 2013 Geschrieben 20. Januar 2013 Wir in unserer Firma sind alle Baggerfahrer zertifiziert auf GH129 und werden regelmässig geschult durch die PPC (Sicherer Tiefbau).Das ist eine Interessengemeinschaft von Netzbetreibern und Bauausführenden für sicheres Arbeiten an Versorgungsnetzen und anlagen,sowie zum Schutz von Gesundheit und Leben.So lasse ich mich durch den Polier mit Pläne vor Ort einweisen und Einmaße mit Farbe markieren.Prinzipiell macht mein Arbeiter mit Pickel oder Schaufel einen Suchschlitz nach Löffelbreite.Genau diese Tiefe ziehe ich dann ab,worauf der nächste Suchschlitz gemacht wird,bis die Leitung gefunden ist.Logischerweise dauert dies länger, als wenn ich mit dem Bagger suche,doch bei Gegenrechnung auftretender Schäden, die manchmal die 1000 Euro leicht übersteigen, zu der Such und Grabzeit mit Pickel,Schaufel,des StdLohn des Arbeiters ,sowie Bagger u. Dieselkosten und mein Lohn dazu,kann ich mehrere Std von Hand suchen.Jeder der das anderst macht,denkt nicht richtig nach und unterstützt die Faulheit jedes einzelnen und verprasst unnötig Geld.Deshalb wird diese Vorgehensweise von unserer Geschäftsführung,PPC unterstützt und auch gefordert.So wurden Leitungschäden fast auf 0 zurückgefahren und echt Geld verdient. Zitieren
jörg 2010 0 Geschrieben 20. Januar 2013 Geschrieben 20. Januar 2013 Wir machen uns das Leben aber auch selber schwer indem wir altes Warnband wieder verfüllen. Was habe ich mich schon erschrocken, schon wieder Warnband und mit Handschachtung gesucht und gesucht. Das kostet viel Zeit und Geld für nichts und wieder nichts. Zitieren
meisterLars 263 Geschrieben 20. Januar 2013 Geschrieben 20. Januar 2013 (bearbeitet) Hier noch zwei Anekdoten zum Thema:Im ersten Fall hatte der Versorger einen Gasrohrbruch in einer öffentlichen Straße geortet. Tiefbauer rückt aus und macht auf. In der Baugrube jede Menge Kabel und Leitungen, alle laufen im Prinzip parallel zur Gasleitung, bis auf ein dickes Kabel. Das Kabel störte irgendwie, war in keinem Plan eingezeichnet und daher wurden alle (wirklich alle) Versorger zur Baustelle zitiert, um einen Besitzer zu finden. Aber leider gehörte das Kabel niemandem. Also haben sich die Versorger abgesprochen und entschieden, dass das Kabel alt sein muss und damit weg kann. Erst wollte ein Monteur das Kabel durchschneiden, aber der Baggerfahrer bestand darauf, das Kabel mit dem Bagger auseinanderzurupfen. Ein Knall, eine Stichflamme, geschockte Gesichter. Das Kabel war ein privates 30kV-Kabel eines Industrieunternehmens... Im zweiten Fall waren wir sogar im Radio Größere Maßnahme im Zuge eines Umgehungsstraßenbaus für den damaligen Kabelnetzbetreiber ISH. Wir haben dort auf einer Länge von 800m ein Paket aus 16 Kabelschutzrohren verlegt. In der späteren Startgrube, von wo aus später die neuen Kabel in das Rohrpaket eingezogen werden sollten, haben wir jede Menge Kabel freigelegt, der Bauleiter kam vorbei und meinte nur "schauen wir mal, welche Kabel alle tot sind und die wir vorab schon wegschneiden können, um mehr Platz zu haben".So wurden also mehrere fingerdicke BK-Kabel weggeschnitten, alles kein Problem. Zum Schluß hat er noch ein armdickes Kabel für tot erklärt, was wir dann auch durchgeschnitten haben.Zu dem Zeitpunkt war es etwa 15 Uhr. Dann noch kurz mit dem Bauleiter geschnackt, danach ist er gefahren. Um 15.20 Uhr kam er unerwartet (und kreidebleich) zurück.Es hat zig Anrufe wegen Ausfall des Kabelfernsehns gegeben. Das dicke Kabel war ein Hauptkabel und, man höre und staune, noch in Betrieb Ende vom Lied war, dass ein Monteur das Kabel abends (es war Fußball WM) provisorisch repariert hat und ich dann am nächsten Tag mit LKW und Kabelwagen nach Bielefeld gefahren bin, weil dort noch ein Reservekabel dieses Typs lagerte. bearbeitet 20. Januar 2013 von meisterLars Zitieren
baggerschmid 0 Geschrieben 20. Januar 2013 Geschrieben 20. Januar 2013 zum thema kabel, bei den neueren wird kein sand mehr verwendet. haben ja einen pe-schutzmantel, hilft aber leider nicht. selbst wenn die kabel bekannt sind, hat man die größte mühe diese sogar bei handschachtung nicht zu beschädigen. versuch doch mal in granitschotter mit einer schaufel schonend zu graben! als kommentar bekommt man noch zu hören, da muß mit luftlanze und saugbagger gearbeitet werden (sind ja immer und überall verfügbar). ich finde das es sich einige versorger (insbesondere die telekom) zu einfach machen. Zitieren
meisterLars 263 Geschrieben 20. Januar 2013 Geschrieben 20. Januar 2013 Jaja... Das mit dem "das Kabel ist so stabil, da brauchts kein Sand" hatten wir auch schon mal. Das wollte ein Versorger auch unbedingt, das wir sein neues tolles 4x150 mit ohne Sand verlegen. Die Argumentation unsererseits, man möge sich doch mal den auf dieser Baustelle recht zahlreich vorkommenden Fels näher anschauen und dann abwägen, ob die ach so stabile PE-Ummantelung beim Verfüllen nicht doch eventuell die Grätsche macht.Und siehe da: Seitdem (das war vor rund 5 Jahren) war Kabel ohne Sand nie wieder ein Thema. Zitieren
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