grader 14 Geschrieben 23. Januar 2010 Geschrieben 23. Januar 2010 Cat Der 992 G Radlader hat, anderes als frühere 992 Generationen und auch als fast alle anderen Geräte eine eigentümliche Konstruktion des Hubgerüstes, eine schmale, einteilige Konstruktion. Offensichtlich wurde wegen dieser Bauweise auch auf die ansonsten nahezu überall übliche Z-Kinematik verzichtet und wieder (wie bei ganz frühen Geräten) ein Mechanimus verwendet, bei dem der einfahrende Kolben die Schaufel hebt, was ja eigentlich nicht ideal ist (und ein Grund für die Z-Kinematik war).Wenn ich das betrachte scheint es eine Folge der Entscheidung für dieses Hubgerüst zu sein und nicht eine Idee als solche.Die schmale Struktur des Hubgerüstes hat doch weniger Verwindungssteifigkeit als eine Doppelversion mit zwei Holmen, schwerer Querröhre und eingeschweißten Schmiedestücken.Warum hat man das gemacht, wollte man das gesamte Hubgerüst als ein einziges Schmiedestück realisieren, ist es zur besseren Sicht bei gehobener Schafel oder was ist der Grund für diese Änderung gegenüber den vorherigen Modelllen?DankeGrußGrader Zitieren
Baumafreddi 31 Geschrieben 23. Januar 2010 Geschrieben 23. Januar 2010 Ein bei solchen Fragen gerne verwendeter Satz ist: "Die werden sich schon was dabei gedacht haben." Aber das hilft dem Fragenden i.d.R. natürlich nicht viel weiter.Also um zunächst auf die Hydraulik zu sprechen zu kommen, sehe ich ebenfalls keinen Vorteil in der Ausführung der Kinematik in Bezug auf das Schließen der Schaufel über die Ansteuerung der Stangenseite des Differentialzylinders. Allerdings ist ein Umlenkmechanismus wie bei der Z-Kinematik auf Grund der Ausführung des Hubarms hier offensichtlich nicht möglich gewesen.Caterpillar hat mit diesem neuen Hubarm-Konzept mehrere Ziele verfolgt:- Gewichtseinsparung durch ein einzelnes Gußteil gegenüber einer schweren Schweißkonstruktion- bessere Sicht auf die Schaufel durch die schmale Bauweise- höhere Torsionssteifigkeit Im Prospekt des 992G wird von einer dreimal höheren Torsionssteifigkeit gesprochen, da sich die auftretenden Kräfte gleichmäßig über Länge und Umfang des Hubarmes verteilen. Insbesondere bei punktueller Belastung einer der Schaufelecken sei dies der Fall. Offensichtlich werden die Vorteile auch, wenn man sich die einzelne groß dimensionierte Lagerstelle des Hubarmes anschaut.Niels-Baumafreddi Zitieren
grader 14 Geschrieben 23. Januar 2010 Autor Geschrieben 23. Januar 2010 Hallo Freddi,danke für die Nachricht.Ich hab jetzt auch das betreffede Prospekt gefunden, da gehen sie genau darauf ein.Was einleuchtet ist, dass sich durch die Verwindung bei der herkömmlichen Bauweise die Spannungen an der Traverse konzenterieren und dort die Nähte hoch belasten, sowas vermeiden sie mit dem einteiligen Gussstück. Außer dem Verzicht auf die größere Kraft des ausfahrenden Kolbens ergibt sich aber noch der Nachteil, dass durch die geringe Breite die Kantenpressungen an den Bolzen extrem viel höher sein müssen, wohl daher müssen sie diese stärker machen, ist somit nur der Ausgleich eines Nachteils. Die Augen an der Schaufel und am Vorderrahmen müssen auch mehr und nicht weniger aushalten.Wenn nicht noch der Aspekt der bessen Sicht hinzukäme fände ich den Vorteil unterm Strich nicht so eindeutig.GrußGrader Zitieren
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