Johannes M 0 Geschrieben 25. März 2007 Geschrieben 25. März 2007 (bearbeitet) Ich habe gestern eine alte Betonmischmaschine entdeckt.Hersteller:Wilhelm Reich Maschinenfabrik Ulm Germany (steht wirlich drauf)Baujahr 1955Leergewicht ohne Motor: 1520 kgMindestleistungsbedarf: 8 PsFassungsvermögen: 150 ltrAufgebaut ist ein Sendling - Diesel - Verdampfermotor "DM 10 N" mit 12 Ps bei 1500 U/min, der sich noch drehen lässt (von Hand).Der Mischer besitzt mehrere Seilwinden und einen "Schrägaufzug" (auch über Winde) für das Mischgut.Oben ist ein Wasserkasten aufgebaut, daneben liegen Saugschläuche für Wasser.Die Mischtrommel ist liegend aufgebaut, d.h. Einfüllöffnung mit "Schrägaufzug" links und die andere Trommelöffnung nach rechts.Fotos gibt's leider keine, mangels Kamera und Dunkelheit gestern Abend. Lässt sich aber nachholen.Jetzt die Fragen:Was habe ich da gefunden? Ist sowas selten?Funktionsweise:Wie bekommt man den Beton aus der Maschine? Lässt man dazu die Trommel andersherum laufen und die Mischbleche schaufeln den Inhalt aus dem zweiten Loch? Eine Seilwinde ist für die Einfüllschaufel am "Schrägaufzug".Wozu sind die anderen? Kann man damit, z.b. mit einer Umlenkrolle, die Betoneimer am Haus hochziehen?Gehören die Wassersaugschläuche auch dazu? Dann müsst ja auch eine Wasserpumpe eingebaut sein, oder?Hat schonmal jemand sowas hergerichtet? Lohnt sich das, sowas zu restaurieren (nicht vom finanziellen her)?Das Teil steht trocken schon seit Ewigkeiten bei einer alten Frau, deren Mann bis 1985 ein Baugeschäft betrieb. Die Mischmaschine zu beschaffen, dürfte kein Problem sein . Irgendjemand wollte den Mischer anscheinend zerlegen und dem Alteisenhändler verkaufen, hat aber wegen "nicht laufender Schrauben" aufgegeben. Für mich erkennbar ist der Mischer, bis auf den fehlenden Motorhaubendeckel, komplett.Auf Antworten bin ich gespannt! Edit: Sieht der Weisgerber - Mischmaschine der IghB ziemlich ählich! Gruß Johannes bearbeitet 25. März 2007 von Johannes M Zitieren
Johannes M 0 Geschrieben 26. März 2007 Autor Geschrieben 26. März 2007 (bearbeitet) Für mich erkennbar ist der Mischer, bis auf den fehlenden Motorhaubendeckel, komplett.Ursprünglich gehörten noch ein Winden - Scraper (um das Material herzuziehen) und eine Art Aufzug (um Baumaterial am Haus hochzuziehen) dazu, sind aber nicht mehr vorhanden... bearbeitet 26. März 2007 von Johannes M Zitieren
Stefan 241 Geschrieben 27. März 2007 Geschrieben 27. März 2007 Ich habe gestern eine alte Betonmischmaschine entdeckt.Hersteller:Wilhelm Reich Maschinenfabrik Ulm Germany (steht wirlich drauf)Baujahr 1955Leergewicht ohne Motor: 1520 kgMindestleistungsbedarf: 8 PsFassungsvermögen: 150 ltrAufgebaut ist ein Sendling - Diesel - Verdampfermotor "DM 10 N" mit 12 Ps bei 1500 U/min, der sich noch drehen lässt (von Hand).Der Mischer besitzt mehrere Seilwinden und einen "Schrägaufzug" (auch über Winde) für das Mischgut.Oben ist ein Wasserkasten aufgebaut, daneben liegen Saugschläuche für Wasser.Die Mischtrommel ist liegend aufgebaut, d.h. Einfüllöffnung mit "Schrägaufzug" links und die andere Trommelöffnung nach rechts.Fotos gibt's leider keine, mangels Kamera und Dunkelheit gestern Abend. Lässt sich aber nachholen.Super, daß Du noch alle Daten bekommen hast. Versuch doch mal zu einem späteren Zeitpunkt Bilder zu machen. Jetzt die Fragen:Was habe ich da gefunden? Ist sowas selten?Ich denke die sind mittlerweile sehr selten. Da der Transportbeton schon sehr früh in Mode kam wurden die Dinger auch bald abgeschafft. Früher standen die Maschinen auf Großbaustellen reihenweise im Betrieb. Funktionsweise:Wie bekommt man den Beton aus der Maschine? Lässt man dazu die Trommel andersherum laufen und die Mischbleche schaufeln den Inhalt aus dem zweiten Loch? Richtig. Die Maschine müsste ein Wendegetriebe haben, in der einen Richtung wird gemischt, in der anderen rausgefördert. Funktioniert einwandfrei. Eine Seilwinde ist für die Einfüllschaufel am "Schrägaufzug".Wozu sind die anderen? Kann man damit, z.b. mit einer Umlenkrolle, die Betoneimer am Haus hochziehen?Da Betonmaschinen recht schwer sind und auch einen eigenen Antrieb hatten wurden diese als Bauaufzug verwendet. Wir haben an unserem kleineren Gescha-Mischer auch einen Aufzug dran. Wurde dann meistens über eine Umlenkrolle bedient, damit die Maschine nicht abhebt, wenn mal zu viel im Aufzug war. Gehören die Wassersaugschläuche auch dazu? Dann müsst ja auch eine Wasserpumpe eingebaut sein, oder?Wasserschläuche gehören eigentlich dazu, allerdings wurden die (zumindest bei unserer) an eine Druckführende Leitung angeschlossen. Der Wasserbehälter hat ein einstellbares Abschaltventil so das eine Wasserbehälterfüllung dem Wasserbedarf einer Schürfkübelfüllung entspricht. Hat schonmal jemand sowas hergerichtet? Lohnt sich das, sowas zu restaurieren (nicht vom finanziellen her)?Ja, wir von der IghB. Aus historischer Sicht lohnt sich sowas mehr als noch einen 301er herzurichten (von denen gibt es noch genug). Der "Spielwert" bei Veranstaltungen ist auch gut, mit einem Seilbagger oder ähnlichem lässt sich der Schürfkübel befüllen, nach dem Trommeln von Kies oder Sand kann man diesen in Hand- oder Motorjapaner oder auch Betonkübel entleeren und somit Bauabläufe darstellen. Selbstverständlich lässt sich damit auch Beton für den Eigenheimbau herstellen, wenn's jemand gemütlich mag. Da die Geräte gewichtsmäßig so um eine Tonne liegen, lässt sich sowas auch noch auf einem Anhänger mit dem Pkw transportieren.Wer's noch nicht gefunden hat - Bilder vom Einsatz unserer Maschine gibt's hierDas Teil steht trocken schon seit Ewigkeiten bei einer alten Frau, deren Mann bis 1985 ein Baugeschäft betrieb. Die Mischmaschine zu beschaffen, dürfte kein Problem sein . Irgendjemand wollte den Mischer anscheinend zerlegen und dem Alteisenhändler verkaufen, hat aber wegen "nicht laufender Schrauben" aufgegeben. Für mich erkennbar ist der Mischer, bis auf den fehlenden Motorhaubendeckel, komplett.Hoch lebe der Rost - das erste Mal, daß er eine Maschine bewahrt hat. Auf Antworten bin ich gespannt! Die kann ich Dir geben: Zieh das Ding an Land und kümmere Dich drum Edit: Sieht der Weisgerber - Mischmaschine der IghB ziemlich ählich!Vielleicht stehen die mal irgendwann nebeneinander? Wenn Du Fragen hast, nur zu!Wo steht die Maschine eigentlich? Zitieren
Johannes M 0 Geschrieben 27. März 2007 Autor Geschrieben 27. März 2007 Hallo Stefan,die Daten habe ich allesamt vom vorhandenen und sehr gut erhaltenen Typenschild. Dort sind auch Sachen zu finden wie die Durchmesser der Drahtseile u.A.Fotos mache ich demnächst, allerdings kann es etwas dauern, bis ich sie eingestellt bekomme:Fotografiert wird mit einer Fujica Spiegelreflex von 1964 , anschließend muss ich den Film entwickeln lassen und die Fotos einscannen. Also noch etwas Geduld ... Wasserschläuche gehören eigentlich dazu, allerdings wurden die (zumindest bei unserer) an eine Druckführende Leitung angeschlossen.Es handelt sich hier aber (glaube ich) nicht um Druckschläuche, sondern um Schläuche mit einer Spirale. Im Durchmesser wie die Feuerwehr - Saugschläuche der Größe C, falls die dir ein Begriff sind.Die Maschine steht übrigens bei mir im übernächsten Ort, bei 89584 Ehingen (Donau) bei Ulm.Dort befindet sie sich in einem Unterstand einer kleinen, ehemaligen Baufirma, die bis 1985 existierte.Sie gehört der Frau des 1985 bei einem Bauunfall verstorbenen Besitzers.Im Obstgarten liegen auch noch alte Wasserrohre herum, die damals von der Baufirma selbst gegossen wurden ... Wie lag eigentlich der zeitliche Aufwand bei der Restauration eurer Weisgerber Maschine?Ich denke nämlich ernsthaft darüber nach, das Teil herzurichten, wenn ich die nächste Zeit keinen bezahlbaren Oldtimer - Traktor finden sollte. Für einen angehenden Land - und Baumaschinenmechaniker sollte das möglich sein. Hilfsmittel in Form eines Frontladers und gängigen Werkzeugs wären auch kein Problem ... Zitieren
baumamuseum 2 Geschrieben 30. April 2011 Geschrieben 30. April 2011 (bearbeitet) Hallo Stefan,die Daten habe ich allesamt vom vorhandenen und sehr gut erhaltenen Typenschild. Dort sind auch Sachen zu finden wie die Durchmesser der Drahtseile u.A.Fotos mache ich demnächst, allerdings kann es etwas dauern, bis ich sie eingestellt bekomme:Fotografiert wird mit einer Fujica Spiegelreflex von 1964 , anschließend muss ich den Film entwickeln lassen und die Fotos einscannen. Also noch etwas Geduld ... Es handelt sich hier aber (glaube ich) nicht um Druckschläuche, sondern um Schläuche mit einer Spirale. Im Durchmesser wie die Feuerwehr - Saugschläuche der Größe C, falls die dir ein Begriff sind.Die Maschine steht übrigens bei mir im übernächsten Ort, bei 89584 Ehingen (Donau) bei Ulm.Dort befindet sie sich in einem Unterstand einer kleinen, ehemaligen Baufirma, die bis 1985 existierte.Sie gehört der Frau des 1985 bei einem Bauunfall verstorbenen Besitzers.Im Obstgarten liegen auch noch alte Wasserrohre herum, die damals von der Baufirma selbst gegossen wurden ... Wie lag eigentlich der zeitliche Aufwand bei der Restauration eurer Weisgerber Maschine?Ich denke nämlich ernsthaft darüber nach, das Teil herzurichten, wenn ich die nächste Zeit keinen bezahlbaren Oldtimer - Traktor finden sollte. Für einen angehenden Land - und Baumaschinenmechaniker sollte das möglich sein. Hilfsmittel in Form eines Frontladers und gängigen Werkzeugs wären auch kein Problem ... Hallo Johannes,ich kann nur versuchen Sie davon zu überzeugen, die alte Reich-Mischanlage zu übernehmen und zu restaurieren! Es gibt zwar noch etliche solcher Maschinen, die allerdings in meist trostlosem Zustand herumstehen. Umso mehr ist eine restaurierte, wieder funktionstüchtige Maschine durchaus erstrebenswert! Also, als Land- und Baumaschinenmechaniker nur ran, an das alte Schätzchen und viel Erfolg!Viele Grüße Baumamuseum bearbeitet 30. April 2011 von baumamuseum Zitieren
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